Der Berner Kontertrumpf: Marcel Zimmermann sicherte dem FC Bern mit zwei Toren drei schöne Punkte.

Zehn schlaue Berner kontern Huttwil aus

Die 2. Mannschaft macht gegen ungestüme Huttwiler ein cleveres Spielchen und gewinnt in Unterzahl mit 4:1. Zimmermann versetzt dem Gegner mit zwei Kontertoren den Dolchstoss. Gobelis Mannschaft überwintert nun vier Punkte hinter Leader Roggwil.

jd. Für die Berner ging gegen Huttwil eine turbulente Vorrunde zu Ende. Dank dem erfolgreichen Abschluss gegen Huttwil überwintern Gobelis Sommer-Aufsteiger nur vier Punkte hinter dem Leader. Dies trotz einem schwierigen Start und zahlreichen Absenzen im Team. Gegen einen aufsässigen und kämpferischen SC Huttwil brauchte der FC Bern seine ganze Stärke um zu reüssieren. Die frühe Führung durch die Strafraumschlange Gashi (6.) wurde durch Huttwil noch vor der Pause egalisiert. Der Halbzeitstand von 1:1 entsprach dem Gezeigten: Beide Teams suchten den Weg nach Vorne und während die Berner technische Vorteile offenbarten, überzeugten die Gäste durch grossen Aufwand in den Zweikämpfen (teils an der Grenze des Zumutbaren).

Die Schlüsselszene ereignete sich eine halbe Stunde vor dem Ende. Der Berner Regisseur Ameti wurde vom Opfer zum Täter und sah nach der zweiten Verwarnung die Ampelkarte. Wiederum erwies sich Ameti als Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Berner und war folglich wiederholt Opfer von harten Attacken der Huttwiler. Die Gäste aus Huttwil suchten fortan das zweite Tor und schickten einen zusätzlichen Mann in den Sturm. Die Platzherren ihrerseits warteten mit viel Cleverness auf die sich öffnenden Räume um die eigene Konterstärke auszukosten. Die Rechnung ging auf: Zwischen der 79. und der 83. Minute erzielten die Berner als Folge von schnellen Gegenstössen gleich drei Tore. Nach einem Schuss des eingewechselten McNally beförderte ein zurück geeilter Huttwiler das Leder gleich ins eigene Tor. Kurz darauf versetzte Marcel Zimmermann mit zwei fast identischen Kontertoren dem Gegner den endgültigen Dolchstoss und sorgte unter den Berner Anhängern für lauten Jubel. Zunächst profitierte Zimmermann von einem weiten Zuspiel des eingewechselten Curic, ehe er beim 4:1 von Michel Steiner mustergültig bedient wurde. Die drei Tore in der Schlussphase waren unbedingt nötig, denn die eifrigen Huttwiler tauchten bis zuletzt immer wieder gefährlich vor Torhüter Gerber auf.

 

Matchtelegramm:

FC Bern - SC Huttwil 4:1 (1:1)

Allmend. - 150 Zuschauer.

Tore: 6. Gashi (Zimmermann) 1:0, 39. Huttwil 1:1, 79. Eigentor Huttwil 2:1, 81. Zimmermann (Curic) 3:1, 83. Zimmermann (Steiner) 4:1.

Platzverweis: 57. Ameti (Gelb-Rot).

FC Bern: Gerber; Sforza, Miescher, Burri, Steffen (86. Frutig); Zimmermann, Ameti, Manser, Mastroianni (55. McNally); Steiner, Gashi (70. Curic).

Bemerkungen: Bern ohne Mühlemann, Jucker, Dunkel, Moser und Schwarz (alle verletzt), Wyssbrod (Trainingsrückstand), Zarkov, Erceg, Heim und Gobeli (abwesend), Barrio und Berisha (noch nicht spielberechtigt). 49. Lattenschuss Manser. 92. Motorradsturz Jucker.