Mit dem 1:2 geht der FC Bern in Gümligen als "falscher Verlierer" vom Feld. Die Berner bestimmen das Spielgeschehen über weite Strecken und werden für ihre mangelnde Effizient gnadenlos bestraft.
jd. Gegen den 2. Liga Absteiger Muri-Gümligen hätte die 2. Mannschaft niemals verlieren dürfen. In einer etwas unruhigen und hektischen Startphase waren es die Gäste, die für Höhepunkte sorgten. Nicola Mastroianni scheiterte aus bester Distanz am starken Gümliger Torhüter. Dimitri Reist sah seinen Ball in der 15. Minute an den Pfosten klatschen. Die Equipe aus dem Neufeld konnte die spielerische Qualität immer wieder zur Geltung bringen, v.a. auf der linken Seite mit Dominik Kocher standen die Platzherren wiederholt auf verlorenem Posten. Mit Fortdauer des Spiels häuften sich aber die leichtfertigen Ballverluste im Spielaufbau. Es ist symptomatisch, dass ausgerechnet ein solcher Fehler zum 1:0 kurz vor der Pause führte. Eine Kettenreaktion von Fehlern führte dazu, dass ein Gümliger alleine vor Schlussmann Wyssbrod erschien und diesen kaltblütig zum 1:0 umspielte.
Die Gastgeber verlagerten ihren Aktionsradius in der zweiten Halbzeit in die Defensive. Bern bekundete viel Mühe mit der aufsässigen Spielweise der Gümliger und begann mit dem sich abzeichnenden Schicksal zu hadern. In der 66. Minute agierte Bern auf der Höhe des eigenen Strafraums zu zögerlich. Ein abgeprallter Ball führte in der Folge zum unglücklichen 2:0. Noch zu diesem Zeitpunkt hätten die anrennenden Berner genügend Zeit gehabt, das Blatt zu wenden. Robin Koch eilte nun in den Sturm und warf sich mutig in die Zweikämpfe. Zehn Minuten vor dem Ende erreichte ein Kopfball Kochs den freistehenden Kocher, der zum lang ersehnten Anschlusstreffer traf. Nun überstürzten sich die Ereignisse. Postwendend kam Muri-Gümligen zu einem Strafstoss, nachdem Heim einen Stürmer von den Beinen holte. Torhüter Wyssbrod lenkte den Ball jedoch an den Pfosten und hielt sein Team im Spiel. In einer nervenaufreibenden Schlussphase rettete Muri-Gümligen den Sieg glücklich über die Zeit. Reto Wegmüller verzeichnete die grösste Chance, als er einen Ball aus nächster Nähe weit über das Gehäuse katapultierte.
Matchtelegramm:
FC Muri-Gümligen - FC Bern 2:1 (1:0)
Füllerich. - 60 Zuschauer. - SR: Sandro.
Tore: 40. Muri-Gümligen 1:0, 66. Muri-Gümligen 2:0, 79. Kocher (Koch) 2:1.
Bern: Wyssbrod; Sforza (70. Miescher), Koch, Gobeli, Burri; Kocher, Wegmüller, Schwarz (78. Gashi), Ameti; Reist; Mastroianni (45. Heim).
Verwarnungen: Miescher (Reklamieren)
Bemerkungen: Bern ohne Frutig, Moser, Dunkel und Mühlemann (alle verletzt), Steffen (Ausland), Mc Nally und Jucker (3. Mannschaft), Hostettler und Maissen (abwesend). 15. Pfostenschuss Reist. 80. Wyssbrod lenkt Penalty an den Pfosten.