Aufsteigerjungs!

Geschafft. Die 2. Mannschaft steigt als Gruppensieger in die 3. Liga 1. Stärkeklasse auf. Das Team von Christoph Gobeli und Ruedi Oester hat sich trotz kleineren Rückschlägen in sämtlichen Spitzenspielen durchgesetzt. Stimmen zum Aufstieg.

Cluborgan "dr Bärner" 2/09

Ruedi Oester (Co-Trainer)

Ruedi Oester, Co-Trainer
"Schon im August 2008, vor Meisterschaftsbeginn, legte die Mannschaft das Datum für die Aufstiegsfeier im Juni 2009 fest, was von grossem Selbstvertrauen zeugte! Auch weniger konstante Spielphasen schmälerten dieses nicht. Wenn es darauf ankam, zeigte sich die Mannschaft von der besten Seite. Gegen die Verfolger FC Köniz, FC Breitenrain und FC Bosporus konnten in der Rückrunde mit grosser Leidenschaft, z.T. auch mit spielerischer Brillanz und unbändigem Kampfwillen je drei Punkte gesichert werden. Diese Ausbeute war mitentscheidend für den Aufstieg. Die meisten Tore, nämlich 25%, wurden zwischen der 76. und 90. Minute geschossen. Dieses Kräftefreimachen in der Schlussviertelstunde dokumentiert die gute Verfassung und die Willensleistung. Gegen vermeintlich schwächere Mannschaften machten sich leider teilweise unerklärliche, mentale und auch spielerische Schwächen bemerkbar, welche zu vermeidbaren Punkteeinbussen führten. Zwischen 35 und 40 Spieler wurden eingesetzt, was die Automatismen und für den Trainer die jeweiligen Mannschaftsaufstellungen erschwerte. So gesehen grenzt der Aufstieg schon fast an eine Wunderleistung. Zu dieser haben auch eingesetzte Spieler der 1. Mannschaft beigetragen: Krispin Müller, Dimitri Reist, Dominic Kocher, Domenico Cupi, Felipe Gomes und Sämi Manser hatten die meisten Einsätze, integrierten sich schnell, spielten mit viel Herzblut und fühlten sich offenbar auch sehr wohl. Ihnen gilt mein besonderer Dank. Das ausgezeichnete Klima zwischen der 1. und 2. Mannschaft ist sehr erfreulich und war ein wichtiger Mosaikstein des Aufstiegserfolges. In der nächsten Saison weht ein rauerer Wind. Um diesem entgegen zu halten, sind punktuelle Verstärkungen, eine erhöhte Trainingsdisziplin und eine geringere Absenzenquote bei den Meisterschaftsspielen unerlässlich."

David Mühlemann (Regisseur)

David Mühlemann, Regisseur
"Nicht nur für die 2. Mannschaft sondern für den gesamten Verein ist dieser Aufstieg genial. Die Junioren, welche den Sprung in die 1. Mannschaft nicht auf Anhieb schaffen, können nun bei uns auf ansprechendem Niveau Verantwortung übernehmen. Während bei vielen anderen Klubs die 1. Mannschaft in der 3. Liga 1. Stärkeklasse spielt, hat der FC Bern nun eine 2. Mannschaft in dieser Liga. Ich hoffe, dass die Anerkennung innerhalb des Vereins steigt, so dass auch wir z.B. brauchbare Trainingsbälle erhalten. Die 1. Mannschaft hat uns in dieser Saison sehr gut unterstützt. Die Spieler, die bei uns zum Einsatz kamen, haben sich hervorragend ins Team eingefügt. Die 0:6 Niederlage zum Abschluss der Saison zeigt klar: Wenn wir auch in der neuen Liga bestehen wollen, brauchen wir einige Verstärkungen, aber v.a. viel Trainingsfleiss und Wille von jedem einzelnen."


Jonas Dunkel (Captain)

Jonas Dunkel, Captain
"Der FC Bern tut gut daran, den Erfolg der 2. Mannschaft mit Respekt zu behandeln. Der Klub sollte sich daran erinnern, dass die 1. Mannschaft vor zehn Jahren in derselben Liga spielte, in welche die 2. Mannschaft gerade aufgestiegen ist. Die 2. Mannschaft hat keine perfekte Saison gespielt, kleinere Schwächen offenbart, in den wichtigen Spielen aber immer gewonnen. Das erfüllt mich als Captain mit Stolz. Auch wenn wir seit zwei Jahren um den Aufstieg mitspielen, darf diese Leistung nicht einfach als selbstverständlich taxiert werden. Literweise Schweiss wurde vergossen, viele Wechsel innerhalb der Aufstellungen mussten verarbeitet werden. Kommt dazu, dass die Mannschaft mit zwei Niederlagen denkbar schlecht in die Saison gestartet ist. Vieles muss stimmen, damit am Ende ein Aufstieg gefeiert werden kann. Als Baustein werte ich den Zusammenhalt innerhalb der Equipe, der sich nun über mehrere Jahre gefestigt hat. Dazu haben auch die Spieler der 1. Mannschaft mit ihrem beherzten Einsatz beigetragen. Mit drei Aufstiegen in fünf Saisons hat sich eine gewisse Abneigung gegenüber dem Mittelmass eingependelt. Das ist erfreulich. In der nächsten Saison dürfte allerdings ein Mittelfeldplatz schon von grosser Bedeutung sein."

Stephan Wyssbrod (Torhüter)

Stephan Wyssbrod, Torhüter
"Ich bin überglücklich wie auch stolz, dass das langersehnte Saisonziel 'Meister/Aufstieg' nach einer turbulenten und sehr spannenden Saison erreicht werden konnte. Trotz mehreren Rückschlägen konnten wir uns in den entscheidenden Momenten immer wieder behaupten, was uns zum verdienten Aufsteiger macht. Nun gilt es noch professioneller zu arbeiten, damit in 2-3 Jahren ein erneuter Angriff auf einen Titel gestartet werden kann."