Unser Weg als Ausbildungsverein

Der FC Bern und sein relativ junger Vorstand gehen konsequent den Weg des Ausbildungsvereins. Bestes Beispiel ist seit geraumer Zeit der Kinderfussball (KiFu) Bereich der durch Michael Gobeli hervorragend aufgebaut und geleitet wurde.

Michael Gobeli hat es stets vermieden, von einem „Leistungszentrum“ oder einer „Akademie“ zu sprechen. Für einen übertriebenen autoritären Führungsstil ist er erst recht nicht bekannt. Viel mehr hat er, auch durch tatkräftige Unterstützung seiner gesamten Familie, beim FC Bern etwas kreiert, was für den ganzen FC Bern stellvertretend sein soll.

Durch harte Arbeit, familiären Umgang und Bescheidenheit ist im KiFu-Bereich eine Vereinskultur entstanden, die sich durch den ganzen Verein ziehen soll. Dass dieser Weg der richtige ist, widerspiegelt der 11:2 Erfolg der Ea Junioren über die U11 FC Thun Beo Ost oder der Turniersieg vor ein paar Wochen. Diese Ergebnisse sind kein Zufälle, das Torverhältnis der Vorrunde 2017 lautet 123:30.

Fussballmethodisch nimmt der FCB dabei Coevert als Vorbild. Von den Jüngsten bis in die 1. Mannschaft wird der Fokus vermehrt auf Technik, Spielposition und Vertrauen gesetzt. Damit, wie bei Omer Dzonlagic, der heute beim FC Thun in der Super League spielt, noch mehr Träume in Erfüllung gehen. Auch hier will der FCB konsequent seinen eigenen, neuen und vor allem sehr dynamischen Weg gehen.

Mit Manuel Bregy wurde in der 1. Mannschaft ein Trainer verpflichtet der den schwierigen Spagat zwischen Hoffnung und Realität meistern kann. Denn zahlreiche Spieler der 1. Mannschaft träumen noch vom Profifussball. In solch einem Umfeld sind hohe Fussballkompetenz und pädagogisches Feingefühl gefragt. Beim FC Bern werden keine künstlichen Fassaden aufgebaut, vielmehr liegt der Fokus hier beim Charakter. Es wird nebst der Fussballtechnick, dem Spielverständnis und dem Vertrauen in die eigenen Mitspieler vor allem an der Charakterbildung gearbeitet. Auf Anlässe wie z.B. dem „Donnstigsässe“, bei welchem die Spieler der 1. und 2. Mannschaft jeweils gemeinsam das Abendessen im Restaurant „Tribüni“ geniessen, wird viel Wert gelegt.

Der Verein hat jahrelang unter den sogenannten Konsum-Spielern gelitten. Mit Konsum-Spieler sind Fussballspieler gemeint, die durch ihren Fussballwerdegang nur darauf getrimmt wurden, bei Misserfolg den Fehler beim Umfeld zu suchen. Solche Spieler verstecken ihre schlechte Leistung nicht ungern bei Mitspieler oder noch lieber beim Verein – selbstvertständlich ohne jemals einen Teekrug in die Schiedsrichtergarderobe getragen oder eine Minute Freiwilligenarbeit in den Verein investiert zu haben. Diesem Phänomen will der Verein durch Vereinskulturarbeit entgegenwirken. In Zusammenarbeit mit den Eltern und Institutionen wie dem SFV, „cool and clean“ etc, blickt der FC Bern optimistisch in die Zukunft.

In diesem Sinne wünscht der FCB seinen Sponsoren, Mitglieder und Sympathisanten eine erfolgreiche Rückrunde.

Der Vorstand