A-Junioren: Hoher Sieg gegen Schüpfen

Bei sommerlichen Temperaturen stiegen die FC Bern A-Junioren diesen Sonntag erneut mit einem 4-1-4-1-System ins Spiel.

TW Alvin, LV Simon, LIV Lukas H., RIV Lukas G., RV Reijn, DM Toni, LOM Vane (C), ROM Hysen, LM Tashi, RM Ramadan, ST Nino.

Bank: Noah, Riduan, Mirtza.

Der Gameplan sah vor, von Anfang an das Spieldiktat zu übernehmen und offensiven, dynamischen sowie kreativen/konstruktiven Fussball zu zeigen. Nach Ballverlust als Team sofort wieder ins Gegenpressing gehen und dem Gegner keine Luft zu lassen. Auch wollten wir heute in schwächeren Phasen als Mannschaft bestehen und nicht in Einzelteile verfallen. Auf heimischen Terrain brannten die Jungs zu Beginn gleich ein Feuerwerk ab. Reijn flankte nach nicht einmal 2min. Spielzeit eine perfekte Hereingabe auf Vane, unser Spielführer schlich sich hinter die Abwehr und verwertete souverän zum Führungstreffer. Der Gast aus Schüpfen war inexistent, Bern in quasi jedem Sektor die bessere Mannschaft. Nach einer Viertelstunde Spielzeit kam das Spielgerät, nach schöner und geduldiger Passstafette, zu Vane, welcher sich seitlich auf links fallen liess.

Von da aus zauberte unser mazedonischer Regisseur den Ball herrlich auf Nino, welcher wuchtig und mit voller Überzeugung einnetzte. Toller Angriff, bitte mehr davon! Kurze Zeit später hämmerte der pfeilschnelle Ramadan die Kugel an die Latte. Bern war richtig dominant und gefiel durch hohe Spielkultur, Aggressivität in den Duellen und ersichtlicher Spielfreude. Nach einer Einwurfvariante zwischen Vane, Nino und Hysen fand der Ball in Minute 22 erneut den Weg ins Schüpfen-Tor. 3 zu 0! Wow! Nach einem neuerlichen Ballgewinn in der Zone des Gegners, passte unsere Kampfmaschine Hysen den Ball zu Nino, welcher sich im Strafraum stark durchsetzen konnte und das Runde ins Eckige zum 4 zu 0 eiskalt einschob. Bis zu diesem Zeitpunkt ein echt erfrischender und klasse Fussballspiel unserer ältesten Juniorenmannschaft im Verein.

Die Abwehr löste gut aus, im Zentrum gewann man viele erste und zweite Bälle, im Sturm und auf dem Flügel wurde viel gelaufen und Freiräume kreiert. Leider schlich sich nun der Schlendrian ins Berner-Spiel ein. Wie gegen Team Chiesetau glitt uns die Partie aus der Hand. Nach schlechter Staffelung der Abwehrreihe, bei einem Freistoss aus der Zone 2, stand auf einemal ein FCS-Angreifer alleine vor Alvin. Zagg, nur noch 4 zu 1! Quasi mit dem Pausenpfiff nutze Vane seine Gegenspieler als Slalomstangen und nach unzähligen Hacken, Körpertäuschungen und Tricks, drosch er zur erneuten Vier-Tore-Führung ein. Eine riesen Bude des omnipräsenten Captains! Alles klar also und der erste Vollerfolg im Sack?

Mitnichten! Über den zweiten Durchgang möchte der Schreiberling am liebsten den Mantel des Schweigens hüllen. Wir verfielen nach zwei schnellen Gegentreffern in kollektive Panik und unser fragiles Konstrukt bröckelte wie der Sandstein am Berner Münster. Wir verhielten uns wie kleine Schulbuben und liessen und von einem bescheidenen Gegner in die eigene Hälfte drängen. Es war ein Déja-vù analog dem letzten Weekend! Zum Glück gelang Tashi in der 55min. irgendwie das 6 zu 3, aus dem Gewühl heraus und eher zufällig versteht sich… Anschliessend plätscherte die Partie auf Kreisliganiveau hin und her. Es war wirklich nicht mehr zum Hinschauen. Bern wollte nicht mehr (hallo Kondition/Mentalität???), Schüpfen konnte nicht mehr (Limiten spielerisch). Gegen Spielschluss wurde das Gekicke wieder etwas Ansehlicher, doch es war wieder ein himmelweiter Unterschied zwischen den zwei Halbzeiten… Wir haben noch extrem viel zu tun und büssen knallhart für die mangelhafte und chaotische Vorbereitungsphase.

Das Team hat aber viel, viel, sehr viel Charakter und wird in naher Zukunft alles dafür unternehmen, die Defizite zu optimieren und auszumerzen. Es ist nur schon schön zu wissen und zuzusehen, wie die jungen Menschen im A-Kader des Traditionvereins Bern langsam aber sicher wieder zu einer Sportfamilie zusammenwachsen. Hopp Bern, ZUSAMMEN ist vieles möglich!