CCJL A-Junioren: Team Chiesetau – FC Bern 3:3

Die CCJL-A-Junioren des FC Bern starteten heute auf dem künstlichen Grün in Oberdiessbach gegen das Team Chiesetau in die Saison 2017/2018. Die Vorbereitung verlief alles andere als optimal, konnten wir doch erst am vergangenen Mittwoch zum ersten Mal richtig mit Qualität trainieren.

Eine recht durchmischte Mannschaft machte sich daher am Sonntagmittag, nach gemeinsamen Essen, auf Richtung Sportplatz Leimen. Mit einem 4-1-4-1-System starteten die jungen Stadtberner ins Spiel. TW Alvin, LV Simu, LIV Goran, RIV Luki, RV Reijn, LM Mortza, DM David, ROM Vane, LOM Toni, RM Ramadan, ST Tashi! Bank: Pascal und Hani!

Nach chaotischer Anreise und einem kurzen Warm-up, pfiff Schiedsrichter Rubino die Partie an. Von Beginn weg drückte der Gast auf das Tempo und war klar aktiver. Viele erste und zweite Bälle wurden gewonnen, immer wieder konnten, dank guten Zuspielen der Mitspieler in die Tiefe/Schnittstellen, die schnellen Spieler Tashi, Mortza und vor allem Ramadan in Szene setzen. Das Dreieck im Zentrum mit David, Vane und Toni funktionierte gut, die ballsicheren und starken Fussballer liessen immer wieder ihre Klasse aufblitzen. In der Abwehr orchestrierten Goran und Luki das Defensivverhalten der Mannschaft tadellos, die Aussenverteidiger Simu und Reijn waren wie alle Mitspieler ebenfalls voll auf der Höhe. Nur mit dem Tore schiessen wollte es nicht ganz klappen. Immer wieder brach man zwar auf der Seite durch, die Flanken resp. Pässe in den Rückraum waren dann jedoch zu unpräzise und es fehlte die letzte Konsequenz. In Minute 25, mit einem tollen Energieanfall auf der rechten FCB-Angriffseite, tankte sich Reijn durch Freund und Feind, um Sekunden später im Stiele eines Stürmers locker einzuschieben. Klasse Einzelaktion des kleinen Kraftwürfels! Keine Minute später lancierte Vane Tashi, unser Tibet-Express schob das Spielgerät am gegnerischen Torwart vorbei in die Maschen. Zehn Minuten und ein weiterer schöner Angriff der Hauptstädter später, krönte Ramadan seine starke Leistung mit dem 3 zu 0. Der öffnende Pass kam diesmal von Toni. Mit diesem verdienten Drei-Tore-Vorsprung ging es in die Pause. Es war eine starke erste Halbzeit, wenn man all die Umstände bedenkt.

Leider konnten wir dieses Leistungslevel im zweiten Durchgang nicht mehr halten. Mehr und mehr kam der eigentlich limitierte Gastgeber ins Spiel und drängte auf den ersten Treffer. Immer wieder musste Alvin seine ganze Klasse unter Beweis stellen, um seine Teamkollegen vor einem Gegentor zu bewahren. Es gab keine richtige Ballzirkulation mehr, irgendwie hatte man auch das Gefühl, es sei eine andere Mannschaft am Werk als noch in den ersten 45min.! Abwehrchef Goran vergab in der 65min., nach einem Dribbling über das halbe Feld, die Vorentscheidung, als er statt einem sauberen Flachschuss im 1 gg. 1 gegen den Torwart einen missglückten Lobball fabrizierte. Edeltechniker Vane sah wenige Minuten später seinen Freistoss aus etwa 20m. Torentfernung ganz knapp über das Gehäuse flattern. Dann nahm das Schicksal seinen Lauf, eine Viertelstunde vor Spielschluss trafen die Emmentaler zum zwischenzeitlich verdienten 1 zu 3 aus ihrer Sicht. Nun flatterten uns die Nerven und unsere konditionellen Mängel eröffneten dem Team Chiesetau Tür und Tor zur Schlussoffensive. Leider konnte man seitens der Rot-Schwarzen nicht mehr wechseln, von den 13 mitgereisten Spieler waren zu viele physisch angeschlagen, resp. Hani konnte gar nicht eingesetzt werden. Fünf Minuten vor dem Ende fand eine Flanke die Lücke zwischen Abwehr und Schlussmann Alvin. Der Ball landete perfekt auf dem Kopf eines Gastgebers und von da aus ins Netz. Bern existierte nun kaum mehr und so kam es, wie es kommen musste. Nach einem Stellungsfehler konnte der rechte Aussenläufer von Chiesetau einen schönen Ball hinter unsere Abwehr spielen, mutterseelen alleine auf Höhe Elfmeterpunkt bedankte sich sein Teamkollege mit dem vielumjubelten Ausgleich. Ganz ärgerlich und auf diesem Niveau dürfte uns dies eigentlich nicht passieren.

Die letzten zwanzig Minuten waren wir keine Einheit mehr und mental nicht bereit, uns über die Schmerzensgrenze zu pushen. Keiner nahm die Verantwortung in die Hand und wir zerfielen in Einzelteile. Mit klugem Spiel in den letzten Minuten (Ball in Zone 3 halten, Standardsituationen provozieren etc.) und dem absoluten Willen, sich trotz Krämpfen und Ermüdungserscheinungen gegen den Ausgleich zu stemmen, fehlte leider. Die Enttäuschung überwog nach dem finalen Pfiff des Unparteiischen natürlich, trotzdem sah man in den ersten 60 Minuten welches Potenzial in dieser Truppe steckt. Heute büssten wir für die nicht vorhandene Vorbereitungszeit und dass wir einfach noch keine richtig stabile und homogene Equipe haben. Nun heisst es für alle hart arbeiten und wieder aufzustehen. Seriös trainieren und sich für die FCB-Family zerreissen! Die nächste Gelegenheit bietet sich bereits am kommenden Mittwoch im Cup-Auswärtsspiel gegen den FC Roggwil